«Aeon Scientific» ausgezeichnet

Das ETH-Spin-off Aeon Scientific gewinnt den Swiss Technology Award 2014 in der Kategorie ?Start-up?. Das Jungunternehmen im Bereich Medizintechnik überzeugte die Jury mit seinem robotergesteuerten Operationssystem. Dieses erlaubt eine sichere und schnelle Behandlung von Herzrhythmusst?rungen.

Vergr?sserte Ansicht: Mit dem Operationssystem «Phocus» können Ärzte Herzrhythmusstörungen ferngesteuert behandeln. (Illustration: Aeon Scientfific)
Mit dem Operationssystem ?Phocus? k?nnen ?rzte Herzrhythmusst?rungen ferngesteuert behandeln. (Illustration: Aeon Scientfific)

Der Kardiologe sitzt im Kontrollraum neben dem Operationssaal und lenkt einen Katheter per Joystick durch das Blutgef?ss des Patienten. Bis in die Herzkammern, wo die Herzrhythmusst?rung gezielt behandelt wird: Mit seinem robotergesteuerten Operationssystem ?Phocus? überzeugte das ETH-Spin-off Aeon Scientific die 15-k?pfige Jury des diesj?hrigen Swiss Technology Award. Dieser wurde am Donnerstag im Rahmen des Swiss Innovation Forum im Basel verliehen. Das Jungunternehmen aus Schlieren gewann in der Sparte ?Start-up?. ?Wir freuen uns sehr, dass unser Einsatz wahrgenommen und auch wertgesch?tzt wird?, sagt Dominik Bell, der CEO von Aeon Scientific. ?Der Award wird uns helfen, Investoren oder Mitarbeiter zu gewinnen und unser Produkt zu vermarkten.?

Pr?zise Steuerung über magnetische Felder

Aeon Scientific entstand aus dem Institut für Robotik und Intelligente Systeme (IRIS) der ETH Zürich. Die Jungfirma arbeitet daran, herk?mmliche Operationsmethoden sicherer und einfacher zu machen. Dazu entwickelt sie Ger?te, mit deren Hilfe man Instrumente innerhalb eines K?rpers über Magnetfelder millimetergenau fernsteuern kann. Die Grundlagen dafür schaffte das Team von ETH-Professor Bradley Nelson, einem der Mitgründer von Aeon Scientific. Seit 2003 forschten die Wissenschaftler am IRIS an einem magnetgesteuerten Operationssystem, 2010 wurde das Spin-off gegründet. Im Januar 2015 soll nun die erste ?Phocus?-Anlage im Raum Zürich in Betrieb gehen.

Laut Bell eignet sich die Magnetfeld-Steuerung auch für den Einsatz in anderen medizinischen Bereichen. Er hofft, dass die Firma neben der Anwendung in der Kardiologie eine Vielzahl weiterer robotergesteuerter Behandlungen in der Medizin etablieren kann. So k?nnten künftig mit magnetischen Kr?ften verschiedenste Instrumente wie Katheter, Führungsdr?hte, Endoskope oder mit Wirkstoffen bestückte Kapseln zu Krankheitsherden im K?rper gelenkt werden, sagt Bell.

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